Welcome Meschures!

Begebt euch auf die Reise in den Wilden Westen


 

Maler des Wilden Westens

W. H. A. Körner

Der Maler ist Deutscher, aber hier - im Gegensatz zur USA - kaum bekannt.


Wilhelm Heinrich Detlev wurde am 18.11.1878 als Sohn von
Anna Margaretha Wilhelms und Hans Henning Wilhelm Körner
in Lunden (Schleswig-Holstein) geboren.
Es waren zwölf Geschwister, aber außer ihm und seiner jüngeren Schwester Auguste starben alle bereits im Kleinkindalter.


Seine Familie wanderte 1880 in die USA aus, wo sein Vater eine Schusterwerkstatt betrieb. Er wuchs in Clinton (Iowa) auf und entwickelte
früh Interesse und Talent für die Kunst. Bereits als Kind hatte er einen Job, bei dem er Kühe auf Milchwagen malen musste, wofür er je 5$ erhielt.

Mit 20 Jahren verkaufte er Bilder um in Chicago Kunst zu studieren.
Schon jetzt finanzierte er sich sein Studium indem er als Illustrator für große Zeitungen arbeitete. Für 5$ die Woche arbeitete er bei der Chicago Tribune
und stieg dort innerhalb von vier Jahren zum Assistenten des Art Directors auf, wofür er 45$ die Woche erhielt. Obwohl er schnell Karriere machte und bald ein großes Ansehen als Schnellkarikaturist genoss,
war er weiter bestrebt seine Fähigkeiten zu trainieren und sich weiterzubilden. Er besuchte Klassen der Chicagoer Kunstakademie und The Francis Smith Art Academy of Chicago.

Zu dieser Zeit traf er seine spätere Frau Lillian Lusk, die ebenfalls an der Kunstakademie studierte. 1903 heirateten sie und zogen in Lillians Heimat
Battle Creek in Michigan, wo Koerner kurze Zeit als Illustrator für das Pilgrim Magazine arbeitete. 1905 hatten sie genug Geld gespart, um nach New York zu gehen, wo er bis 1907 der Art Students League angehörte.
Anschließend vervollkommnete er seine Fertigkeiten in Wilmington, Delaware unter Howard Pyle, dem "Father of American Illustration",
welcher sein Tutor wurde. Koerner entwickelte bei ihm seinen frühen Stil,
der von Präzision und Kühnheit, sowie einer heroischen Abenteuerlust bestimmt wurde. 

Bei Pyle studierte er bis er 1911 den Ruf eines talentierten und kompetenten Illustrators erworben hatte. Er illustrierte und entwarf die Cover für viele populäre Zeitungen und Magazine, beispielsweise „The Saturday Evening Post“, „McCall's“, „Redbook“, „Harper's“, „Good Housekeeping“, „Collier's“,
„Pictorial Review“  und „The Ladies Home Journal“. 1929 hatte er aber genug von den, wie er es bezeichnete, „pink tea stories“ und arbeitete bis zum Ende seines Schaffens ausschließlich für „The Saturday Evening Post“,
für die er mit Unterbrechungen seit 1909 publiziert hatte.

Jene Jahre waren seiner Karriere nicht sehr förderlich, wohl aber seinem Privatleben. Ihr erstes Kind Ruth Ann wurde 1913 geboren und zwei Jahre später folgte Bill jr. Die Familie zog dann 1919 nach Interlake in Jersey.
Hier hatten sie ein Haus, in dem sie nicht nur wohnten, sondern das auch ein Studio beherbergte. In diesem befanden sich die meisten seiner Werke,
unter anderem die Artefakte des Wilden Westens. Dieses Thema faszinierte ihn außerordentlich und damit lag er genau im Zeitgeist. Es wurde bezeichnet als das „Goldene Zeitalter des illustrierten Wilden Westens“.
Vertieft durch die Große Depression der Wirtschaft sehnte sich die Bevölkerung nach einem einfacheren Leben voller Freiheit und Abenteuer
und den Überlebensfähigkeiten der Frontier.

Um sich selbst ein Bild zu machen und seine Phantasie anzuregen besuchte er mit seiner Familie den Yellowstone Nationalpark, die Big Horn Mountains und reiste über den Santa Fe Highway nach Kalifornien. Diese Ausflüge weckten nicht nur sein Interesse sondern belebten auch seine Bilder so sehr,
dass man das Gefühl hat ein Foto zu betrachten. Die Szenen sind direkt aus dem Leben gegriffen. 

Während der letzten drei Jahre seines Lebens war er von Krankheit gezeichnet und nicht mehr imstande zu malen. Er starb 1938 in Interlake, Jersey an einer Gehirnblutung. Dank seiner Witwe blieb sein Atelier 25 Jahre lang unangetastet und ist Bestandteil des „Buffalo Bill Historical Center's
Whitney Museum of Western Art“ in Cody, Wyoming. Viele seiner Werke blieben bis zur „Wiederentdeckung“ unbekannt. Danach setzte in den USA eine regelrechte Leidenschaft dafür ein und sie wurden in vielen berühmten
Museen und Galerien ausgestellt. Viele seiner Bilder befinden sich auch in Privatbesitz.

 

Zu seinem Werk:

Bei seinem Tod hinterließ er über 500 Gemälde, für die er Provisionen erhalten hatte, sowie über 200 Illustrationen zu Wildwestromanen.
Insgesamt umfasst sein Werk mehr als 2.600 Bilder. Seine  Illustrationen zu „The Covered Wagon“ wurden zum Vorbild für die Kostüme in den Western. Dabei muss man bedenken, dass er ein Zeitzeuge war und diese somit authentisch. Wer sich auch so kleiden möchte, der sollte mal bei
Oldstylefeeling
reinschauen, denn da gibt es Old West Clothing und Oldstyleausstattung.
Mehr als 25 Jahre lang brachte er den Lesern der Magazine und Zeitungen
den Wilden Westen näher. Er zeichnete Cowboys und Sheriffs, Indianer und Ladys,Goldgräber, Arbeiter und Pioniere, Herden von Bisons, Rindern und Mustangs, sowie die einzigartige Landschaft der Prärie, die Weiden und die Berge. Koerner bestand immer darauf, dass seine Originale farbig waren,
auch wenn die Reproduktionen nur in Schwarzweiß erschienen. Seine Bilder waren ausgesprochen farbenfroh und die Farben hatten eine hohe Leuchtkraft und Sättigung. Außerdem legte er großen Wert auf Bewegung,
was ebenfalls zur Lebendigkeit und Natürlichkeit seiner Werke beitrug.
Sein wohl berühmtestes Werk ist im Weißen Haus zu finden. „A Charge to keep“ wurde von Präsident George Bush erworben. Die meisten Illustrationen schuf er für „Harper’s Magazine“.

 

 

Aus Copyrightgründen verzichte ich hier darauf
Bilder zu veröffentlichen.
Unter whd koerner oder Wilhelm Körner
wird man allerdings bei der Bildersuche fündig.

 

 

 

 

 

 

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